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Tipps für die Tomatenanzucht
Wann der optimale Zeitpunkt zur Tomaten-Aussaat ist, darüber gibt es die unterschiedlichsten Meinungen. Grundsätzlich gilt, Tomaten keimen und wachsen sehr schnell. Wenn man also zu früh mit der Aussaat beginnt, werden die Pflanzen zu groß, so dass es schwierig wird, sie in den kleinen Anzuchttöpfchen bis zur Auspflanzung Mitte Mai mit ausreichend Wasser und Nährstoffen zu versorgen. Wenn man dagegen zu spät mit der Aussaat beginnt, wird die Zeit zu kurz, um vor dem Herbst noch möglichst viele Tomaten ernten zu können. Wir wählen meist den 1. März, an dem unsere Tomatensamen in die Anzuchtschalen kommen und haben damit (unter unseren Klimabedingungen!) gute Erfahrungen gemacht.
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Der erste Schritt:
Eine Schicht von 3 bis 4 cm Blumenerde in ein geeignetes Aussaatgefäss füllen.
Der zweite Schritt:
Die Blumenerde vorsichtig anfeuchten. Sie darf nicht tropfnass sein, muss aber durchfeuchtet sein. Gegebenenfalls sollte abgewartet werden, bis die Erde auch wirklich gleichmässig getränkt ist.
Der dritte Schritt:
Die Tomatensamen werden sorgfältig sortiert auf die Blumenerde gelegt. Entsprechende Notizen und Kennzeichnungen sorgen dafür, dass die unterschiedlichen Sorten später nicht verwechselt werden können. Natürlich kann auch für jede Sorte ein eigenes Aussaatgefäss verwendet werden, was die Unterscheidung bzw. Kennzeichnung erleichtert.
Der vierte Schritt:
Die ausgelegten Samen werden mit einer Schicht von ca. 1 cm Blumenerde bedeckt.
Der fünfte Schritt:
Auch die nun oben aufliegende Erde wird vorsichtig angefeuchtet. Am besten verwendet man dazu eine handelsübliche Sprühflasche. Wieder ist darauf zu achten, dass die Erde gut feucht, aber nicht nass ist.
Der sechste Schritt:
Die Anzuchtschale wird nun an einen warmen und hellen Platz gestellt. Die optimale Temperatur liegt bei 20 bis 24 Grad. Damit die Feuchtigkeit nicht zu schnell verdunstet, sind Anzuchtgefässe mit einem durchsichtigen Deckel gut geeignet. Zur Belüftung werden ein paar Löcher in den Deckel geschnitten. Alternativ kann das Gefäss mit einer duchsichtigen Plastikfolie abgedeckt werden, in die ebenfalls ein paar Löcher geschnitten werden. Die Erde ist weiter feucht, aber nicht nass zu halten.
Der siebte Schritt:
Bereits nach wenigen Tagen sollten sich die ersten Keimlinge zeigen. Das Anzuchtgefäss muss nun an einen kühleren, aber möglichst hellen Platz gestellt werden. Bei zu viel Wärme werden die Pflänzchen zwar lang, sind später aber nicht stabil genug (sie vergeilen).
Der achte Schritt:
Etwa am 14. Tag werden die Pflänzchen pikiert, d.h. in einzelne Töpfchen umgesetzt. Dabei sollten die Keimlinge etwas tiefer in die Erde gesetzt werden, als sie vorher waren. Wer nicht allzuviele Pflänzchen aufzieht, kann die teuren Torftöpfchen verwenden, die später direkt in grössere Gefässe oder in die Erde umgesetzt werden können, ohne dass das Pflänzchen aus dem Topf genommen werden muss. Als Substrat wird wieder Blumenerde verwendet. 
Der neunte Schritt:
Sobald die Temperaturen es erlauben, kommen die jungen Pflänzchen tagsüber nach draussen. Dadurch werden sie an kältere Temperaturen gewöhnt und der Wind stärkt den Aufbau der Stengel.
Der zehnte Schritt:
Mitte April können die Pflanzen in Kübel umgesetzt und in ein Gewächshaus gebracht werden. (Wir haben dies 2005 mit der Hälfte unserer 20 Pflanzen gemacht). Nachtfrost kann aber auch im Gewächshaus den Pflänzchen schaden. 
Die für das Bodenbeet vorgesehenen Pflanzen werden weiterhin nachts drinnen und tagsüber draussen gelassen.

Der elfte Schritt:
Mitte Mai, wenn nicht mehr mit Frost zu rechnen ist, können die Kübelpflanzen aus dem Gewächshaus geholt und ins Freie gestellt werden. Die für das Bodenbeet vorgesehenen Tomatenpflanzen können eingepflanzt werden. Alle Pflänzchen, die bereits eine Grösse von ca. 10 cm erreicht haben, werden an Stäbe gebunden, um ein Umknicken zu verhindern. Nur Busch- und Wildtomaten wachsen ohne diese Hilfe.